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Frida Gold

Frida Gold: Auf Tour mit Kylie und Ultranova

04-03-2011

Sie zählen zu den angesagtesten deutschen Bands und ihre knisternde musikalische Mischung aus deutschen Texten mit Tiefgang, spielerischem Umgang mit Sounds und einem Gefühl für Beats zeichnen ihre Musik aus. Doch die Band ist nicht nur auf Aufnahmen eine Empfehlung, denn der echte Frida-Gold-Genuss entwickelt sich erst bei einem Live-Konzert. 
Wenn die vier Musiker auf der Bühne Gas geben, bleibt kein Fuß ruhig an seinem Platz. Auf der aktuellen Kylie-Minogue-Tournee mit fünf Konzerten in Deutschland spielen Frida Gold als Vorgruppe in den ganz großen Arenen. Ab dem 3. Mai geht es dann auf die eigene Juwel-Tour quer durch Deutschland, wo auch das Debütalbum vorgestellt werden wird.
Produzent, Songwriter und Bassist der Band ist Andreas Weizel, der seit Kurzem auf den neuen Novation-Synthesizer Ultranova vertraut. Live benutzt Andreas gerne Synth-Sounds und bisher hatte er dazu eine Novation Basstation auf der Bühne. „Die ist einfach, aber gut, doch dann bin ich auf den Ultranova gestoßen und der hat mich schon sehr gereizt.“
Für den 27 Jährigen war Musik schon immer die große Liebe seines Lebens. Nach der Blockflöte und einer klassischen Ausbildung schnappte er sich mit zwölf eine E-Gitarre und ein Saxofon und spielte in ersten eigenen Bands: „Das war meine Rebellionsphase“ erzählt er. „Mit 16 fing ich dann an zu singen, und nach dem Abitur war für mich klar, dass Musik auch mein Beruf sein sollte.“
Es folgte ein Studium an der Popakademie Mannheim mit Abschluss in Musikproduktion. Nach Abschluss seiner Ausbildung zog es Andreas Weizel wieder zurück ins Ruhrgebiet. „Ich arbeitete als Engenieer bei Wolfgang Stach im Maarwegstudio in Köln und dabei fand ich den Weg zu meiner Band FRIDA GOLD. Ich hab Ultranova auch bei der Frida-Gold-Produktion benutzt. Im Studio schick ich meistens ein MIDI-Signal rein, drehe solange rum bis es mir gefällt, und dann ab durch Effekte und Bodentreter und rein in den Rechner.“
Besonders gefallen ihm am Ultranova die Sounds der drei Oszillatoren: „Der hat so eine schöne Präsenz in den Höhen und entwickelt einen klaren und druckvollen Klang auch in den tiefen Oktaven.“ Auch die berührungsempfindliche Steuerung hat es ihm angetan: „Ich hab total geile Sachen damit gemacht und mich ständig dabei erwischt, in endlosen Jams einfach weiterzudrehen und zu „touchen“ und zu „tweaken“, erzählt er lachend.
Beim Song „Nackt vor deiner Tür“, bei dem im Grunde ein Synthie-Pattern durch den ganzen Song läuft, kann man gut hören, wie Andreas Weizel mit dem Ultranova arbeitet: „Ich habe immer wieder Effektfahrten im Touch-Modus gemacht und später die coolsten Sachen zusammengeschnitten.“
Sein absoluter Superbuddy am Ultranova ist der Arpeggiator. „Einen so variablen Arp hab ich glaub ich bei keinem anderen Hardware Synthy in der Preisklasse gesehen. Absolut Spitze! Und auch der Vocoder hat mich umgehauen, der ist richtig klasse. Mikro dran und ab geht`s.“ Hören kann man das auf dem Album beim Song „Komm zu mir nach Haus“, wo der Vocoder im Einsatz ist.
Für seine Soundexperimente startet Andreas meistens mit Presets, die er durchschaltet. „Ich jamme und bleib hier und da mal hängen, dreh an allem, was mir unter die Finger kommt, und wenn es mir gefällt, speichere ich das ab und nehme direkt auf. Das ist mir wichtig, denn den Vibe des Moments kann man nicht speichern, den muss man sofort aufnehmen! Ich hab aber definitiv das Gefühl, das Gerät bei Weitem noch nicht ausgereizt zu haben. Da wird noch der eine oder andere Jam die Nacht zum Tage machen ...“
Foto: FRIDA GOLD Hotel I (Credits Alexander Gnädinger - Warner Music Group), Heinrich Holtgreve

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